Fragen und Antworten

Berechnung der Aufsichtsgebühr und Kontaktdaten des Gebührenschuldners

Wie benennen wir den Gebührenschuldner?

Alle gebührenpflichtigen Institute, die Teil einer beaufsichtigten Gruppe sind, benennen gemeinsam eine Bank, die als Gebührenschuldner für die gesamte Bankengruppe auftritt. Dazu senden sie der EZB per Post eine unterzeichnete Anzeige zu. Meldefrist für die Benennung eines neuen Gebührenschuldners ist der 1. Juli eines jeden Jahres, damit die Benennung beim Erlass des Gebührenbescheids für den Folgegebührenzeitraum berücksichtigt werden kann.

Formular für die Anzeige des Gebührenschuldners

Wie können wir die Kontaktdaten des Gebührenschuldners melden?

Die Frist für die jährliche Aktualisierung der Angaben zum Gebührenschuldner endet jeweils am 1. Juli. Eine Aktualisierung ist nur erforderlich, wenn sich die erfassten Daten geändert haben.

Bitte übermitteln Sie Kontaktdaten ausschließlich über das Onlineportal der EZB. Falls Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort noch nicht erhalten haben oder den Namen des Gebührenschuldners ändern möchten, setzen Sie sich bitte mit dem Gebührenteam in Verbindung, vorzugsweise per E-Mail an: SSM-fee-enquiries@ecb.europa.eu.

Datenschutzerklärung

Die Struktur unserer Bankengruppe hat sich geändert, seit das Formular für die Anzeige des Gebührenschuldners eingereicht wurde. Was ist in diesem Fall zu tun?

Falls Ihre Gruppe ein neues Tochterunternehmen umfasst, das in dem ursprünglich von Ihnen eingereichten Formular für die Anzeige des Gebührenschuldners nicht aufgeführt ist, können Sie der EZB die entsprechenden Informationen durch Übermittlung folgender Formulare mitteilen:

  • Neues Formular für die Anzeige des Gebührenschuldners, das alle beaufsichtigten Unternehmen der Gruppe enthält
  • Vereinfachtes Formular für die Anzeige des Gebührenschuldners, das zur Aktualisierung des ursprünglich eingereichten Formulars dient und die schriftliche Zustimmung des neuen Tochterunternehmens zur Beauftragung des zuvor benannten Gebührenschuldners enthält

Formular für die Anzeige des Gebührenschuldners

Vereinfachtes Formular für die Anzeige des Gebührenschuldners

SSM-fee-enquiries@ecb.europa.eu

Ist es erforderlich, Änderungen der Situation unseres Instituts zu melden, z. B. bei Fusion, Übernahme oder Erlöschen der Zulassung? Was ist zu tun, wenn eine Änderung nicht in dem Gebührenbescheid berücksichtigt ist, den wir erhalten haben?

Eine Änderung Ihrer Situation kann sich auf die Berechnung der jährlichen Aufsichtsgebühr auswirken. Bitte benachrichtigen Sie das Gebührenteam über alle Änderungen in Bezug auf die Situation Ihrer Bank. Das Team wird Sie informieren, wie in Ihrem Fall weiter zu verfahren ist.

Änderung der Situation

SSM-fee-enquiries@ecb.europa.eu

Wir sind ein neu zugelassenes Einzelkreditinstitut. Wie ist in Bezug auf die Aufsichtsgebühren der EZB vorzugehen?

Eine neu zugelassene Bank, die in einem teilnehmenden Land niedergelassen und nicht Teil einer bestehenden beaufsichtigten Bankengruppe ist, ist zur Zahlung der jährlichen Aufsichtsgebühr verpflichtet. Der Betrag berechnet sich nach der Anzahl der vollen Monate, in denen die Bank innerhalb des Gebührenzeitraums beaufsichtigt wurde.

Bitte teilen Sie der EZB die Kontaktdaten der zuständigen Person oder Abteilung mit, insbesondere deren E-Mail-Adresse. Die EZB wird Sie dann über die nächsten Schritte informieren.

SSM-fee-enquiries@ecb.europa.eu

Der Status unserer Bank hat sich aufgrund der Übernahme durch eine bedeutende Bankengruppe von weniger bedeutend zu bedeutend geändert. Wirkt sich dies auf unsere Aufsichtsgebühren aus?

War Ihre Bank vor der Übernahme durch eine bedeutende beaufsichtigte Gruppe ein eigenständiges, als weniger bedeutend eingestuftes Institut, so könnte sich die Statusänderung auf Ihre Aufsichtsgebühren auswirken. Ändert sich infolge eines entsprechenden Beschlusses der EZB der Status eines beaufsichtigten Unternehmens von weniger bedeutend zu bedeutend, wird die jährliche Aufsichtsgebühr auf der Grundlage der Anzahl der Monate berechnet, in denen das beaufsichtigte Unternehmen am letzten Tag des Monats weniger bedeutend war (Artikel 7 Absatz 2 der Verordnung der EZB über Aufsichtsgebühren). Weicht der erhobene Betrag der jährlichen Aufsichtsgebühr von dem auf dieser Grundlage berechneten Gebührenbetrag ab, veranlasst die EZB eine Rückerstattung an den Gebührenschuldner, oder sie stellt eine zusätzliche Rechnung aus, die vom Gebührenschuldner zu begleichen ist.

Die Aufsichtsgebühr wird auf der obersten Konsolidierungsebene innerhalb der teilnehmenden Mitgliedstaaten berechnet, d. h. sie wird bei Kreditinstituten, die Teil einer beaufsichtigten Gruppe mit Sitz in einem teilnehmenden Mitgliedstaat sind, ausschließlich auf Gruppenebene berechnet und erhoben.

Bitte benachrichtigen Sie das Gebührenteam per E-Mail über alle Änderungen in Bezug auf die Situation Ihrer Bank. Das Team wird den Fall individuell prüfen und Sie informieren, wie weiter zu verfahren ist.

Angabe der Gebührenfaktoren

Wer muss die Gebührenfaktoren einreichen?

Alle auf der obersten Konsolidierungsebene von der EZB zum Stichtag 31. Dezember des Vorjahres beaufsichtigten Banken sind zwecks Berechnung der jährlichen Aufsichtsgebühr zur Meldung von Daten zu den Gebührenfaktoren verpflichtet.

Die EZB ist dafür verantwortlich, dass der Einheitliche Aufsichtsmechanismus (SSM) in seiner Gesamtheit, d. h. sowohl in Bezug auf die bedeutenden Banken, die sie direkt beaufsichtigt, als auch hinsichtlich der weniger bedeutenden Banken, die sie indirekt beaufsichtigt, wirksam und kohärent funktioniert. Deshalb sind alle beaufsichtigten Banken zur Entrichtung von Gebühren verpflichtet.

Wann und an wen sind die Daten zu den Gebührenfaktoren zu übermitteln?

Die Gebührenschuldner müssen die Informationen zu den Gebührenfaktoren an die nationalen Aufsichtsbehörden übermitteln. Dazu sind die im Anhang des EZB-Beschlusses über Gebührenfaktoren enthaltenen Vorlagen zu verwenden.

Die Gebührenfaktoren müssen bis zum Geschäftsschluss am 1. Juli (oder am nächsten Geschäftstag, wenn der 1. Juli kein Geschäftstag ist) des laufenden Jahres zum Stichtag 31. Dezember des Vorjahres gemeldet werden. Die Gebührenbescheide werden im letzten Quartal des Jahres erlassen.

Beschluss der EZB über Gebührenfaktoren

Anleitung zum Ausfüllen des Formulars zu den Gebührenfaktoren

In welcher Form sind die Gebührenfaktoren zu übermitteln?

Zur Meldung der Gebührenfaktoren an die nationalen Aufsichtsbehörden müssen die in den Anhängen des Beschlusses der EZB über Gebührenfaktoren enthaltenen Vorlagen verwendet werden. Diese Formulare sind gemäß der Anleitung auszufüllen. Darin enthalten sind Informationen zur Bestätigung der Prüfung und wann diese erforderlich ist.

Muss eine beaufsichtigte Gruppe die Aktiva von Tochterunternehmen in nicht teilnehmenden Ländern und Ländern außerhalb der EU unberücksichtigt lassen?

Nein, wenngleich die Verordnung über Aufsichtsgebühren die Option bietet, derartige Aktiva auszuklammern. Diese Option soll den betroffenen beaufsichtigten Gruppen zugutekommen, da durch sie die jährlichen Aufsichtsgebühren sinken, die sie andernfalls entrichten müssten. Wenn allerdings der mit der Berechnung verbundene Aufwand höher ist als die zu erwartende Verringerung der jährlichen Aufsichtsgebühr, dann ist es für die beaufsichtigte Gruppe effizienter, die betreffenden Aktiva einzubeziehen.

Verordnung der EZB über Aufsichtsgebühren

Fällt die jährliche Aufsichtsgebühr für sämtliche Zweigstellen in teilnehmenden Ländern an?

Nein. Diese Gebühren werden nur für Zweigstellen erhoben, die von einer Mutterbank mit Sitz in einem nicht am SSM teilnehmenden Mitgliedstaat innerhalb eines teilnehmenden Mitgliedstaats errichtet wurden. So muss etwa eine EU-Zweigstelle in einem teilnehmenden Land (z. B. Deutschland) die Aufsichtsgebühr an die EZB zahlen, wenn ihr Mutterunternehmen in einem nicht teilnehmenden EU-Mitgliedstaat errichtet ist. Das Mutterunternehmen unterliegt gegebenenfalls der Aufsicht durch die zuständige Aufsichtsbehörde des jeweiligen Landes (z. B. des Vereinigten Königreichs) und somit der Gebührenpflicht gegenüber dieser Behörde. Diese Pflicht besteht unabhängig von der Verpflichtung der EU-Zweigstelle, eine Aufsichtsgebühr an die EZB zu zahlen.

In diesem Zusammenhang sollte Folgendes bedacht werden:

  • Zwei oder mehr gebührenpflichtige Zweigstellen, die von dem gleichen Kreditinstitut in ein und demselben teilnehmenden Mitgliedstaat errichtet wurden, gelten als eine Zweigstelle.
  • Gebührenpflichtige Zweigstellen des gleichen Kreditinstituts in verschiedenen teilnehmenden Mitgliedstaaten (z. B. in Belgien und Deutschland) gelten nicht als eine Zweigstelle.
  • Für eine Zweigstelle und ein Tochterunternehmen im gleichen teilnehmenden Mitgliedstaat werden jeweils unterschiedliche Aufsichtsgebühren erhoben.

Wer ist gebührenpflichtig?

Auf welcher Konsolidierungsebene müssen die beaufsichtigten Gruppen die Gebührenfaktoren melden?

Beaufsichtigte Gruppen, die in einem oder mehreren teilnehmenden Ländern tätig sind, müssen nur ein Dokument einreichen. Dabei müssen sie die oberste Konsolidierungsebene aller betreffenden teilnehmenden Länder heranziehen. Es wird nur eine Aufsichtsgebühr berechnet.

Behandlung von Bankengruppen

Was geschieht, wenn die Gebührenfaktoren nicht rechtzeitig eingereicht werden?

Wenn der Gebührenschuldner keine Gebührenfaktoren bereitstellt, bestimmt die EZB die nicht vorliegenden Gebührenfaktoren auf der Grundlage verfügbarer Informationen selbst. Ein solches Versäumnis gilt als Verstoß gegen die Verordnung der EZB über Aufsichtsgebühren und kann Sanktionen nach sich ziehen.

Feedback-Erklärung

Beschluss der EZB über Gebührenfaktoren

Wie können die Werte für Gebührenfaktoren während der Kommentarfrist erneut eingereicht werden?

Die Daten für die Gebührenfaktoren (Gesamtrisikobetrag/gesamte Aktiva) können während der fünftägigen Kommentarfrist auf die gleiche Weise wie die ursprünglichen Daten erneut eingereicht werden. Der neue Wert der Gebührenfaktoren muss der nationalen zuständigen Behörde übermittelt werden, damit sie vor der Weiterleitung der Gebührenfaktoren an die EZB die Qualität der Daten beurteilen kann.

Worum geht es eigentlich im Beschluss der EZB über Gebührenfaktoren?

In besagtem Beschluss geht es um die Methodik und die Verfahren zur Berechnung der beiden Gebührenfaktoren, d. h. des Gesamtrisikobetrags und der gesamten Aktiva des Gebührenschuldners.

Beschluss der EZB über Gebührenfaktoren

Gebührenfaktoren

Sind Zweigstellen verpflichtet, Gebührenfaktoren zu melden, wenn sie in teilnehmenden Mitgliedstaaten von Kreditinstituten mit Sitz in Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) errichtet wurden, die nicht EU-Mitgliedstaaten sind?

Ja. Zweigstellen, die in teilnehmenden Mitgliedstaaten von Kreditinstituten mit Sitz in Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) errichtet wurden, die nicht EU-Mitgliedstaaten sind (d. h. Norwegen, Liechtenstein und Island), werden von der EZB beaufsichtigt (dies erfolgt bei weniger bedeutenden Instituten auf indirektem Weg). Je nach Bedeutung des Instituts erfolgt die direkte Beaufsichtigung entweder durch die EZB oder durch die nationalen zuständigen Behörden. Die Institute sind daher zwecks Berechnung der jährlichen Aufsichtsgebühr zur Meldung der Gebührenfaktoren an die EZB verpflichtet.

SSM-Rahmenverordnung

Unsere Bank ist am 1. Januar 2017 mit einer anderen Bank fusioniert. Ist in diesem Fall eine Meldung von Gebührenfaktoren zum Stichtag 31. Dezember 2016 erforderlich?

Nein. Eine Meldung von Gebührenfaktoren zum Stichtag 31. Dezember 2016 ist in diesem Fall nicht erforderlich. Die Gebührenschuldner müssen die Gebührenfaktoren zwecks Berechnung der jährlichen Aufsichtsgebühr zum Stichtag 31. Dezember des Vorjahres an die nationale zuständige Behörde melden.  Die Verpflichtung zur Bereitstellung von Gebührenfaktoren betrifft nur diejenigen Gebührenschuldner, die innerhalb des für die Berechnung der Aufsichtsgebühr maßgeblichen Gebührenzeitraums gemäß Artikel 7 Absatz 1 der Verordnung über Aufsichtsgebühren mindestens für die Dauer eines vollen Monats ein beaufsichtigtes Unternehmen sind.

Verordnung der EZB über Aufsichtsgebühren

SSM-Rahmenverordnung

Unsere Gebühren entrichtende Zweigstelle hat ihre Geschäftstätigkeit eingestellt und wird am 1. April 2017 geschlossen. Ist in diesem Fall eine Meldung von Gebührenfaktoren zum Stichtag 31. Dezember 2016 erforderlich?

Ja. Gemäß Artikel 7 der Verordnung über Aufsichtsgebühren wird für ein beaufsichtigtes Unternehmen, das nur während eines Teils des Gebührenzeitraums ein beaufsichtigtes Unternehmen ist, die jährliche Aufsichtsgebühr auf der Grundlage der Anzahl der vollen Monate des Gebührenzeitraums berechnet, in denen das beaufsichtigte Unternehmen beaufsichtigt wird. Die Gebühren entrichtende Zweigstelle muss die Gebührenfaktoren zwecks Berechnung der Aufsichtsgebühren weiterhin gemäß Artikel 10 Absatz 4 der Verordnung über Aufsichtsgebühren zum Stichtag 31. Dezember 2016 übermitteln, da sie im Gebührenzeitraum 2017 ein beaufsichtigtes Unternehmen ist.

Verordnung der EZB über Aufsichtsgebühren

Müssen die Gebühren entrichtenden Zweigstellen bei der Meldung ihrer Gesamtaktiva statistische Daten übermitteln?

Ja. Gemäß Artikel 7 Absatz 2 des Beschlusses der EZB über Gebührenfaktoren müssen die gesamten gemeldeten Aktiva dem Gesamtwert der Aktiva nach Artikel 51 Absatz 5 der SSM-Rahmenverordnung entsprechen. Die Zweigstelle eines Kreditinstituts mit Sitz in einem nicht teilnehmenden Mitgliedstaat muss der EZB daher den Gesamtwert der Aktiva übermitteln, der auf Basis der statistischen Daten berechnet wird, die gemäß der Verordnung (EU) Nr. 1071/2013 gemeldet werden.

Ist bei Gebühren entrichtenden Zweigstellen eine Bestätigung durch einen Rechnungsprüfer erforderlich?

Ja. Die gesamten Aktiva einer Gebühren entrichtenden Zweigstelle, die auf Basis der gemäß der Verordnung (EU) Nr. 1071/2013 der Europäischen Zentralbank (EZB/2013/33) gemeldeten statistischen Daten berechnet werden, sind von einem Rechnungsprüfer zu bestätigen. Der externe Rechnungsprüfer bestätigt die gesamten Aktiva der Gebühren entrichtenden Zweigstelle, indem er ihre Jahresabschlüsse gemäß Artikel 7 Absatz 2 Buchstabe c des Beschlusses der EZB über Gebührenfaktoren einer ordnungsgemäßen Prüfung unterzieht. Diese Bestimmung kann erfüllt sein, wenn ein Prüfer den Gesamtwert der Aktiva auf der Grundlage vereinbarter Verfahren bestätigt.

Entrichtung der Aufsichtsgebühr

Warum haben wir keinen Gebührenbescheid erhalten?

Die EZB versendet Gebührenbescheide elektronisch über das EZB-Onlineportal an alle Gebührenschuldner. Die Bescheide werden voraussichtlich im letzten Quartal jedes Gebührenzeitraums, d. h. jedes Kalenderjahres, versandt. Sobald die entsprechenden Dokumente (Gebührenbescheid, Mahnung oder Zinsberechnung) im System zur Verfügung stehen, erhalten Sie eine automatische Benachrichtigung an die E-Mail-Adresse, die Sie im EZB-Onlineportal hinterlegt haben.

Wenn Sie in diesem Zeitraum keinen Gebührenbescheid erhalten haben, wenden Sie sich bitte per E-Mail an das Gebührenteam.

SSM-fee-enquiries@ecb.europa.eu

Zu einem bei uns eingegangenen Gebührenbescheid (Mahnung oder Zinsberechnung) benötigen wir noch Zahlungsinformationen.

Die Zahlungsinformationen befinden sich stets auf der zweiten Seite des jeweiligen Dokuments. Sollten Sie eine zusätzliche Bestätigung der Zahlungsinformationen benötigen, wenden Sie sich bitte per E-Mail an das Gebührenteam.

SSM-fee-enquiries@ecb.europa.eu

Wir benötigen die Mehrwertsteuernummer der EZB, bevor die Aufsichtsgebühren bezahlt werden können.

Die Aufsichtsgebühr wird gemäß Artikel 13 der Mehrwertsteuerrichtlinie (2006/112/EG) als öffentliche Abgabe betrachtet und ist folglich von der Mehrwertsteuer befreit. Die EZB ist als EU-Institution nicht mehrwert- oder körperschaftsteuerpflichtig und besitzt daher keine Steuernummern.

Wir haben einen Gebührenbescheid von unserer nationalen Aufsichtsbehörde erhalten. Was gilt es zu beachten?

Die nationalen Aufsichtsbehörden haben bei der Beaufsichtigung von Banken im Rahmen des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus eine wichtige Funktion.

Ihre Aufsichtskosten fließen jedoch nicht in die Berechnung der Aufsichtsgebühr ein, die an die EZB zu entrichten ist. Die nationalen Aufsichtsbehörden sind also weiterhin befugt, im Einklang mit dem jeweiligen nationalen Recht selbst Gebühren zu erheben.

Nationale Aufsichtsbehörden

Wir haben einen Gebührenbescheid vom Einheitlichen Abwicklungsausschuss erhalten. Was ist in diesem Fall zu tun?

Die EZB ist nur für den Einheitlichen Aufsichtsmechanismus zuständig (nicht für den Einheitlichen Abwicklungsmechanismus). Die EZB und der Einheitliche Abwicklungsausschuss sind unabhängige Institutionen. Bei Fragen zu Rechnungen des Einheitlichen Abwicklungsausschusses wenden Sie sich bitte an den dort für Sie zuständigen Ansprechpartner oder direkt an die nationale Abwicklungsbehörde.

Einheitlicher Abwicklungsmechanismus

Kann die Aufsichtsgebühr per Lastschrift beglichen werden?

Ja. Die von der EZB empfohlene Zahlungsmethode ist die SEPA-Lastschrift. Sie gewährleistet, dass die Gebühr rechtzeitig bezahlt wird und keine Verzugszinsen anfallen. Wenn Sie sich für diese Zahlungsmethode entscheiden, können Sie Ihre Kontoverbindung im Onlineportal angeben und ein Lastschriftmandat ausdrucken.

Was ist zu tun, wenn der Gebührenbescheid einen Fehler enthält?

Bei eventuellen sachlichen Fehlern im Gebührenbescheid oder allgemeinen Fragen dazu wenden Sie sich bitte an das Gebührenteam.

SSM-fee-enquiries@ecb.europa.eu

Das Recht des Gebührenschuldners, beim Administrativen Überprüfungsausschuss Beschwerde gegen den Gebührenbescheid einzulegen, bleibt davon unberührt. Beschwerden sind innerhalb eines Monats nach Erhalt des Gebührenbescheids einzureichen.

Administrativer Überprüfungsausschuss

Die von der EZB im Zuge der Ausübung ihrer Aufsichtsaufgaben getroffenen Entscheidungen können darüber hinaus vor dem Gerichtshof der Europäischen Union angefochten werden.

Feedback-Erklärung

Was geschieht, wenn wir nicht fristgerecht zahlen?

Werden Gebühren nicht oder nur teilweise gezahlt, ist die EZB berechtigt, taggenau Verzugszinsen auf den säumigen Betrag zu berechnen.

Ab dem Fälligkeitstermin bis zum Tag vor Gutschrift des ausstehenden Betrags auf dem Konto der EZB fallen Zinsen in Höhe des Zinssatzes der Hauptrefinanzierungsgeschäfte der EZB zuzüglich 8 Prozentpunkte p. a. an.

Verordnung der EZB über Aufsichtsgebühren

Technische Hinweise zum Onlineportal

Unser Passwort für das Onlineportal funktioniert nicht. Was ist in diesem Fall zu tun?

Sie können Ihr Passwort zurücksetzen, indem Sie auf „Request new password“ (Neues Passwort anfordern) klicken und Ihren Benutzernamen sowie Ihre E-Mail-Adresse eingeben. Bitte schicken Sie eine E-Mail an das Team für den technischen Support, falls die Probleme weiterhin bestehen.

SSM.SupervisoryFees@ecb.europa.eu

Wir haben Probleme bei der Ansicht oder der Bearbeitung von Informationen im Onlineportal. Was ist in diesem Fall zu tun?

Das Onlineportal ist nur mit den nachfolgenden Internet-Browsern kompatibel: Internet Explorer (ab Version 9), Google Chrome und Firefox. Falls Sie trotz Nutzung eines dieser Browser weiterhin technische Probleme haben, wenden Sie sich bitte per E-Mail an das Team für den technischen Support.

SSM.SupervisoryFees@ecb.europa.eu

Wir möchten die Daten für das Lastschriftverfahren übermitteln. Nach Eingabe der IBAN erhalte ich die Fehlermeldung „bank does not exist“ (diese Bank gibt es nicht). Was ist in diesem Fall zu tun?

Bitte schicken Sie eine E-Mail an das Gebührenteam mit einem Screenshot der Fehlermeldung und/oder geben Sie die betreffende IBAN an. Das Gebührenteam wird dann die Bankkennung zum Bestand im EZB-System hinzufügen und Sie anschließend auffordern, die IBAN erneut im Onlineportal einzugeben.

SSM-fee-enquiries@ecb.europa.eu

Wir haben im Onlineportal mehrere E-Mail-Adressen angeben. Werden die Gebührenbescheide an alle angegebenen E-Mail-Adressen gesendet?

Nein. Die Gebührenbescheide werden ausschließlich an die E-Mail-Adresse gesendet, die Sie im Onlineportal als bevorzugt („preferred“) gekennzeichnet haben. Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben und ändern Sie gegebenenfalls die entsprechende Einstellung. Wenn Sie noch keinen Gebührenbescheid erhalten haben, setzen Sie sich per E-Mail mit dem Gebührenteam in Verbindung.

SSM-fee-enquiries@ecb.europa.eu

Wir würden das Onlineportal gerne in unserer Sprache nutzen. Es wird jedoch nur auf Englisch angezeigt.

Das EZB-Onlineportal steht nur auf Englisch zur Verfügung. Nach dem Einloggen in das Portal können Sie sich eine Bedienungsanleitung anzeigen lassen (rechts unten auf dem Bildschirm). Darin finden Sie eine Übersetzung der Bildschirmmasken des Onlineportals in alle Sprachen des Euroraums.

Darüber hinaus erhalten Sie jedes Mal, wenn Sie per E-Mail über das Hochladen eines neuen Dokuments in das Onlineportal benachrichtigt werden, auch einen Link zur Übersetzung.

Sie können sich auf der Website der EZB zur Bankenaufsicht auch Übersetzungen der Muster für den Gebührenbescheid und das SEPA-Basis-Lastschriftmandat in allen Sprachen des Euroraums anzeigen lassen.

Gebührenbescheid 2016 (Muster)

SEPA-Basis-Lastschriftmandat (Muster)

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte direkt an das Gebührenteam der EZB.