Risikobewertung

Jedes Jahr ermittelt und bewertet die EZB-Bankenaufsicht in enger Zusammenarbeit mit den nationalen Aufsichtsbehörden die Risiken, denen die Banken des Euroraums ausgesetzt sind. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die Festlegung der Aufsichtsprioritäten und bestimmen die Schwerpunkte für die regelmäßige Überwachung und Analyse der Risiken der beaufsichtigten Banken.

Risikobewertung für 2020

Risikokonstellation im SSM

Die wichtigsten Ergebnisse der Risikobewertung sind in der Grafik zur Risikokonstellation des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM) dargestellt. Die Risikokonstellation bildet die wesentlichen Risikofaktoren ab, von denen die beaufsichtigten Banken in den kommenden zwei bis drei Jahren voraussichtlich betroffen sein werden.

Risikokonstellation im SSM für 2020

Quelle: EZB und nationale zuständige Behörden.
*Die mit den Strategien der Banken für notleidende Kredite (Non-Performing Loans – NPLs) verbundenen Ausführungsrisiken betreffen nur Banken mit hohen NPL-Beständen.
**Die Risiken des Klimawandels sind auf längere Sicht (d. h. über einen Zeithorizont von mehr als drei Jahren) relevanter.

Die Risikokonstellation im SSM zeigt ein Gesamtbild für den Euroraum und stellt nur die wesentlichen Risikofaktoren heraus. Es handelt sich also nicht um eine abschließende Liste aller Risikofaktoren, denen beaufsichtigte Banken ausgesetzt sind. Die Risikofaktoren sollten nicht isoliert betrachtet werden, da sie sich eventuell gegenseitig auslösen oder verstärken können.

Wesentliche Risikofaktoren

Die weiteren Risikofaktoren umfassen die mit den Strategien der Banken für notleidende Kredite verbundenen Ausführungsrisiken, gelockerte Kreditvergaberichtlinien, die Neubewertung von Risiken an den Finanzmärkten, Fehlverhalten, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, den Brexit, globale Aussichten und geopolitische Unsicherheiten, Reaktionen auf Regulierungsvorschriften und die Risiken des Klimawandels.

Informationen zu früheren Risikobewertungen